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    Reisekrankheiten in Costa Rica

    ReisemedizinDiarrhö

    Veränderung des Rhythmus, des Klimas und der Nahrung (besonders scharfes Essen) können den Darm ganz schön durcheinander bringen. Solange dies nur gepaart ist mit ‘dünner Entlastung’ ohne Nebenerscheinungen, können Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und viel trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig.
    Wenn Sie unterwegs sind und nicht wissen, wie häufig Sie eine Toilette vorfinden, können Sie Loperamide einnehmen (nicht geeignet für Kinder unter 2 Jahre). Dieses Mittel legt die natürliche Bewegung der Därme lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf. Glücklicherweise sind die medizinischen Einrichtungen in Costa Rica im Allgemeinen sehr gut. Man ist hier allerdings eher dazu geneigt, Antibiotika zu verabreichen als in Deutschland. So werden Sie zwar meistens Ihre Krankheit los, aber da Ihre Darmflora angegriffen ist, kann es zu anderen Verdauungsproblemen kommen.

    Vorsorge gegen Diarrhö

    Achten Sie allerdings darauf, wie die Teller, Gläser und das Besteck abgewaschen werden. Oft gibt es kein fließendes Wasser und es wird in einem Eimer gespült, der in der Sonne steht. In diesem Fall ist es schlauer, sich nach einer anderen Gaststätte umzuschauen. Restaurants, bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber zugeht, sind zu empfehlen. Was die Straßenstände betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, da dieses den ganzen Tag über ungekühlt war. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola kann man beinahe überall kaufen und Brühe (sowie einen kleinen Spiralwasserkocher) können Sie schon von zu Hause mitbringen. Trinken Sie nur Wasser aus versiegelten Flaschen u. Dosen bzw. Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Auf Eiswürfel sollten Sie vorsichtshalber verzichten. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde – achten Sie darauf, wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen.
    Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder gebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Hamburger sind im Allgemeinen ‘risikoreicher’ als das Fleisch, das die lokale Bevölkerung isst. Entgegen aller Erwartungen gilt es allgemein als sicher, bei Straßenständen zu essen.
    Gehen Sie dort hin, wo viel Betrieb ist: Die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und verzehrt wird, ist dann besonders hoch, was der Hygiene zu Gute kommt.

    Dehydrierung

    Ein Junge trinkt und lacht

    Säfte aus tropischen Früchten schmecken allen

    In Costa Rica herrscht tropisches Klima. Deswegen ist es sehr wichtig bei den hohen Temperaturen auch sehr viel Wasser zu trinken. Vor allem bei Ihren Kindern sollten Sie vermehr darauf achten. Wer nicht genug trinkt, der läuft Gefahr zu dehydrieren. Anzeichen dafür sind unter anderem Schwindel, Herzrasen, Übelkeit und starkes Schwitzen. Wir empfehlen Ihnen bei den Tagesausflügen ausreichend Wasser mitzunehmen und zum Beispiel einen Hut oder eine Mütze zu tragen, die den Kopf vor den direkten Sonnenstrahlen schützt.

    Bilharziose

    Beugen Sie einer Infektion vor indem Sie vermeiden in stillstehenden Gewässern zu schwimmen.
    Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster darauf. Kinder sollten Mückenstiche nach Möglichkeit nicht aufkratzen damit sie sich nicht entzünden können.
    Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Sonnenschutzcreme mit einem hohen Schutzfaktor bei sich haben und nutzen Sie diese regelmäßig – auch in der Regensaison. Lassen Sie beim Schnorcheln ruhig Ihr T-Shirt und Ihre (kurze) Hose an!! (Wir machen das auf jeden Fall immer so). Die Sonne ist unglaublich stark am Äquator, auch wenn es bewölkt ist.
    Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und benutzen Sie weder starkes Parfüm noch Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten (sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht zu sehr einer Blume ähneln). Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).

    Sonnenuntergang in Manuel Antonio

    Bis bald, Costa Rica!

    Waschen oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln.
    Insbesondere in der Trockenzeit besteht eine geringe Chance, einen Zeckenbiss zu bekommen (in den europäischen Wäldern ist die Gefahr viel größer). Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper, insbesondere die Kniekehlen und Leisten. Wenn Sie eine Zecke finden, betäuben Sie das Tier dann nicht mit Alkohol, sondern benutzen Sie lieber eine Zeckenzange (in deutschen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie zu einem Arzt vor Ort. Wenn nach dem Besuch eines Waldgebietes unerklärte (kreisförmige) Blutergüsse auftreten, sollten Sie sich umgehend an einen Arzt wenden.

    Sonnenstich

    Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser griffbereit haben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und meiden Sie die Sonne!