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    Grossaufnahme von einem Tukan

    Was man im Auge behalten sollte

    An alles gedacht?

    Wenn Sie mit (kleinen) Kindern eine weite Reise machen, ist es wichtig, dass Sie als Eltern oder Elternteil gut über die Gesundheitsaspekte des jeweiligen Landes Bescheid wissen. Denken Sie z. B. an Impfungen – welche sind nötig und in welchem Alter darf ein Kind geimpft werden? Was sollten Sie bei Durchfall machen und welche Medikamente sollten Sie besser bei sich haben, wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen? Kurz und gut, wenn Sie sich vorher gut informieren und vorbereiten, reisen Sie mit einem guten Gefühl.

    Als Reiseveranstalter raten wir Ihnen, rechtzeitig vor Ihrer Abreise Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, die mit der Sachlage einer solchen Reise vertraut ist. Einige Beispiele: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln 0221 – 899 20 oder Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes 03018 – 170 in Berlin oder ADAC in München 089 – 767677.

     

    Medikamente

    Reiseapotheke zusammenstellen

    Vor der Reise

    An dieser Stelle hat erlebe-costarica-familienreisen einige Informationen zusammen gestellt, die im Vorfeld der Reise sehr hilfreich sein können. Wir raten Ihnen jedoch, immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen – so sind Sie immer auf dem aktuellen Stand.
    Unsere Familien-Reiseziele sind so ausgewählt, dass Sie hier im Vergleich zu anderen Ländern ein geringeres Risiko haben zu erkranken. Dennoch gibt es in fernen Ländern andere Bakterien und Krankheitserreger – insbesondere wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen, ist die richtige Vorbereitung sehr wichtig.

    Sollten Sie regelmäßig Medikamente nehmen, denken Sie an den Beipackzettel. So kann kein Zweifel aufkommen, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Eine englische Bescheinigung Ihres Arztes, in der die Verordnung bestätigt wird, kann sehr hilfreich sein.

    Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen oder an Ersatz-Sehhilfen denken.

    Ihr Impfpass gehört auf jeden Fall mit ins Gepäck. Natürlich ist es besser, die Impfungen schon lange im Voraus zu regeln. Dabei ist wichtig, dass die Einrichtung, an die Sie sich wenden (z. B. Tropeninstitut, Hausarzt oder Krankenhaus), Mitglied der Ländlichen Ratgeberzentrale für Reisende ist (www.ratgeberzentrale.de). Diese Organisation stellt sicher, dass die angeschlossenen Einrichtungen auf dem Gebiet von Impfungen und Krankheitsprävention in den Tropen auf dem aktuellen Stand sind. Die Preise für Impfungen können unterschiedlich sein. Es kann sich lohnen, sich ein bisschen umzuschauen (vor allem wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen).

    Auf folgenden Webseiten erhalten Sie genauere Auskunft: Institut für Tropenmedizin Berlin, http://tropeninstitut.charite.de;
    Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de; einen reisemedizinischen Infoservice finden Sie unter
    fit-for-travel.de

     

    Frau steht vor Medikamentenschrank

    Wenn vor Ort etwas fehlt

    Impfungen

    Hier finden Sie Informationen über oft vorkommende Krankheiten, die sich auf den gesunden, nicht-schwangeren Reisenden, der nicht länger als 1 Monat in einem Fernziel bleibt, richten. Stellen Sie aber bitte selber sicher, dass Sie aktuelle Informationen für Ihre eigene Situation erhalten.

    Malaria
    Die Orte und Gebiete, die Sie mit erlebe-costarica-familienreisen besuchen, sind malariafrei. Trotzdem ist es immer empfehlenswert, Kontakt mit einer der oben genannten Instanzen aufzunehmen. Um Mücken- und andere Insektenstiche zu vermeiden, empfehlen wir: Abends Arme, Beine und Füße bedecken, ein Mückenmittel mit DEET und ein Mückennetz benutzen, das Sie eventuell mit einem mückentötenden Mittel imprägnieren können.

    Sorgen Sie auch dafür, dass Sie etwas dabei haben um das Mückennetz aufzuhängen, (zum Beispiel ein Seil und einen Haken). Wenn Sie trotz der nötigen Vorsorgemaßnahmen dennoch plötzlich Fieber bekommen, das länger als zwei Tage anhält, sollten Sie einen Arzt aufsuchen um Malaria auszuschließen. Das gilt bis zu zwei Monaten nach Ihrer Rückkehr in Deutschland.

    Vorbeugung
    Eine Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung sowie gegen Hepatitis A wird empfohlen. Die DTP-Impfung haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Wiederholungsspritze brauchen Sie sich darum erst mal nicht mehr zu kümmern. Die reguläre Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor die Reise erfolgen. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie auch eine Langzeit-Impfung in Erwägung ziehen (z.B. Havrix). Denken Sie allerdings daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss. Eine Impfung gegen Bauchtyphus wird empfohlen, wenn Ihre Fernreise länger als drei Monate dauert – also kaum, wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird nur dann empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Fernreise in einem Gebiet waren, in dem Gelbfieber vorkommt.

     

    Schild mit dem Weg zur Toilette

    Auf dem richtigen Weg

    Gesundheit vor Ort

    Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort erkranken. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Ihnen fehlt, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes.

    Jetlag
    Hierbei wird Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus, aufgrund eines Langstreckenfluges und das passieren mehrerer Zeitzonen, durcheinander gebracht. Dabei sollten Sie Ihrem Körper nach dem Landen, einige Tage zur Umgewöhnung gönnen. Teilweise werden Sie feststellen, dass Sie sehr müde sind oder sich sogar benommen fühlen.

    Tipps zur Überwindung des Jetlags: kaum Kaffee oder Alkohol, vor allem nicht auf dem Flug, trinken. Sowie eine schnelle Umgewöhnung an die neuen Schlaf und Wach-Phasen. Sie sollten es vermeiden sich nach dem Flug hinzulegen um zu schlafen, halten Sie sich und Ihre Kinder bis zur Schlafenszeit wach.

    Diarrhö
    Veränderung des Rhythmus, des Klimas und der Nahrung (besonders scharfes Essen) können den Darm ganz schön durcheinander bringen. Solange dies nur gepaart ist mit ‘dünner Entlastung’ ohne Nebenerscheinungen, können Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und viel trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig.
    Wenn Sie unterwegs sind und nicht wissen, wie häufig Sie eine Toilette vorfinden, können Sie Loperamide einnehmen (nicht geeignet für Kinder unter 2 Jahre). Dieses Mittel legt die natürliche Bewegung der Därme lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf. Glücklicherweise sind die medizinischen Einrichtungen in Costa Rica im Allgemeinen sehr gut. Man ist hier allerdings eher dazu geneigt, Antibiotika zu verabreichen als in Deutschland. So werden Sie zwar meistens Ihre Krankheit los, aber da Ihre Darmflora angegriffen ist, kann es zu anderen Verdauungsproblemen kommen.

    Reisemedizin

    Kleine Auswahl

    Vorsorge gegen Diarrhö
    Trinken Sie nur Wasser aus versiegelten Flaschen u. Dosen bzw. Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Auf Eiswürfel sollten Sie vorsichtshalber verzichten. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde – achten Sie darauf, wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen.
    Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder gebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Hamburger sind im Allgemeinen ‘risikoreicher’ als das Fleisch, das die lokale Bevölkerung isst. Entgegen aller Erwartungen gilt es allgemein als sicher, bei Straßenständen zu essen.
    Gehen Sie dort hin, wo viel Betrieb ist: Die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und verzehrt wird, ist dann besonders hoch, was der Hygiene zu Gute kommt.

    Achten Sie allerdings darauf, wie die Teller, Gläser und das Besteck abgewaschen werden. Oft gibt es kein fließendes Wasser und es wird in einem Eimer gespült, der in der Sonne steht. In diesem Fall ist es schlauer, sich nach einer anderen Gaststätte umzuschauen. Restaurants, bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber zugeht, sind zu empfehlen. Was die Straßenstände betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, da dieses den ganzen Tag über ungekühlt war. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola kann man beinahe überall kaufen und Brühe (sowie einen kleinen Spiralwasserkocher) können Sie schon von zu Hause mitbringen.

    Bilharziose
    Beugen Sie einer Infektion vor indem Sie vermeiden in stillstehenden Gewässern zu schwimmen.
    Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster darauf. Kinder sollten Mückenstiche nach Möglichkeit nicht aufkratzen damit sie sich nicht entzünden können.
    Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Sonnenschutzcreme mit einem hohen Schutzfaktor bei sich haben und nutzen Sie diese regelmäßig – auch in der Regensaison. Lassen Sie beim Schnorcheln ruhig Ihr T-Shirt und Ihre (kurze) Hose an!! (Wir machen das auf jeden Fall immer so). Die Sonne ist unglaublich stark am Äquator, auch wenn es bewölkt ist.
    Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und benutzen Sie weder starkes Parfüm noch Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten (sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht zu sehr einer Blume ähneln). Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).

    Waschen oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln.
    Insbesondere in der Trockenzeit besteht eine geringe Chance, einen Zeckenbiss zu bekommen (in den europäischen Wäldern ist die Gefahr viel größer). Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper, insbesondere die Kniekehlen und Leisten. Wenn Sie eine Zecke finden, betäuben Sie das Tier dann nicht mit Alkohol, sondern benutzen Sie lieber eine Zeckenzange (in deutschen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie zu einem Arzt vor Ort. Wenn nach dem Besuch eines Waldgebietes unerklärte (kreisförmige) Blutergüsse auftreten, sollten Sie sich umgehend an einen Arzt wenden.

    Sonnenstich
    Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser griffbereit haben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und meiden Sie die Sonne!

    Sonstige Krankheiten

    Zika Virus
    Der Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen und geht mit Grippe-ähnlichen Symptomen sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut einher. In einigen wenigen Fällen ist bei Neugeborenen eine geistige Behinderung aufgetreten, wenn die Mutter zuvor am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete verzichten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

    Flugzeug steht auf der Landebahn

    Sicher zu Hause gelandet

    Gesundheit nach der Heimkehr

    Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr – und das kann unter Umständen auch noch Monate später sein – Fieber, Magen- bzw. Darmschmerzen oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können, nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf. Geben Sie ihm an wie lange und wo genau in Costa Rica Sie waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt zu den Einheimischen hatten ist es vernünftig einen Mantoux-Test machen zu lassen (TBC).

    erlebe-costarica-familienreisen hat sich bemüht, die Korrektheit der oben stehenden Informationen zu garantieren. Dieser Text wurde u.a. von einer sachverständigen Instanz geprüft und korrigiert. Sorgen Sie dafür, dass Sie vor der Abreise auch selber Kontakt zu einer medizinischen Stelle aufnehmen, die mit der Sachlage vertraut ist – so sind Sie immer auf dem aktuellen Stand, wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen möchten.